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Die Fledermaus, der Busch und die Ente Livre XII - Fable 7


Busch, Fledermaus und Ente sahen, dass für alle drei
daheim nichts zu verdienen sei;
drum sind ins Ausland sie gegangen,
dort als Genossen einen Handel anzufangen.
Sie hatten bald Büros, Makler, Buchhalter auch,
die sorgfältig nach Kaufmannsbrauch
Ausgaben und Einnahmen buchten ganz genau.

Alles ging gut, bis einst die Ware –
da zwischen Klipp' und Felsenriff
durch engen Meeresarm das Schiff
segelt', das all ihr Glück getragen –
mit Sack und Pack versank in jenen Grund,
der nah' liegt bei des Hades Schlund.
Brach unser Kleeblatt aus in unfruchtbare Klagen?
Nein, keine Miene, die's verzieht!
Der kleinste Kaufmann weiß: Zu wahren den Kredit,
darf Schaden und Verlust man niemals offenbaren.
Doch der Verlust, von dem die drei betroffen waren,
war unersetzlich und der Fall bald jedem kund.
Nun sind sie mittellos, kreditlos, Tag' und Nächte bereit,
ins Loch zu wandern, und niemand,
der ihnen Hilfe brächte.
Das große Kapital, die schweren Zinsen gar,
Kläger, Gericht, der Häscher Schar
und bei des Morgens erstem Glimmen
die Gläub'ger vor der Tür geschwind bewirken,
dass das Kleeblatt nur auf Mittel sinnt,
zur Milde dieses Volk zu stimmen.

Der Busch hält alle fest, die an ihm vorbeigehn: "Ach,
ihr lieben Herren, weist den Ort uns nach,
wo wir die Waren können holen,
die uns der schwarze Schlund gestohlen!
Die Ente taucht ins Meer, ob sie, sie dort entdeckt.
Weit flieht die Fledermaus, sobald der Morgen weckt
die Welt zu neuer Lust und Plage;
verfolgt von Häschern, bleibt bei Tage
in tiefen Löchern sie versteckt.

Manch Schuldner kenne ich, der keine Ente ist,
kein Busch und keine Fledermaus, dem Räuber nichts genommen.
Einfach ein großer Herr ist er und sucht zu jeder Frist
über die Hintertreppe zu entkommen.

ancre





W. Aractingy

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