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Die Ratte, die sich von der Welt zurückgezogen hat Livre VII - Fable 3


Das Morgenland kennt eine Sage
von einer Ratte, die, von Sorgen abgespannt,
entfernt von aller Erdenplage,
Zuflucht in einem Käse fand;
dort wohnte einsam und in Frieden
sie, rings von aller Welt geschieden.
Der neue Eremit wühlt sich mit Fuß und Zahn
hinein und bricht geschickt sich Bahn,
so dass ganz kurze Zeit, nachdem er angefangen,
er Speis' und Obdach hat – was kann man mehr verlangen?
Er wurde dick und fett; solches Gedeihn verleiht
Gott denen, die sich ihm geweiht.

Einst ward der Heil'ge angegangen
durch Boten aus der Rattenstadt,
die kamen, um Almosen zu erflehen;
Sie mussten in die Fremde gehen,
da mit dem Katzenvolk sich Krieg entsponnen hat.
Rattopolis war eingeschlossen;
sie reisten ohne Geld, der angegriff'ne Staat
litt Mangel und wusst' sich nicht Rat,
da spärlich seine Mittel flossen.
Sie baten wenig nur, da Hilfe, wie man wusst',
in vier, fünf Tagen kommen musst'.
"O Freunde", sagt der Einsiedler zu ihnen,
"die ird'schen Dinge gehen mich nichts mehr an!
Ein armer Klausner, sagt, wie kann
denn der euch beistehn, wie euch dienen
als durch Gebet, dass Gott euch Hilfe mag verleihn?
Ich hoffe sicherlich, er wird euch gnädig sein."
Und eiligst schloss nach diesem Worte
der neue Heilige die Pforte.

Wen meinte mit der Ratte ich?
War es ein Mönch? Oh nein!
Ein Derwisch war es sicherlich –
ein Mönch muss doch barmherzig sein!

ancre





W. Aractingy

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