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Der Hahn und der Fuchs Livre II - Fable 15


Auf einem Aste saß, die Hühner zu bewachen,
ein alter, sehr gewitzter Hahn.
"O Bruder", sprach der Fuchs, mit Sanftmut angetan,
"lass heut uns endlich Frieden machen,
kein Streit sei zwischen uns fortan!
Ich bring' die Botschaft dir. Komm, lass dich küssen,
doch bitte, schnell; denn du musst wissen,
ich hab die Nachricht vielen noch zu bringen.
Du kannst getrost herab dich schwingen;
ihr alle lebt nun sorgenfrei,
denn fortan stehn wir uns als Brüder bei.
So soll es sein von heute ab;
du aber komm jetzt schnell herab,
dass wir den Bruderkuss uns geben."
"Freund", sagte darauf der Hahn, "mit größerem Genuss
hab' eine Botschaft ich noch nie gehört im Leben
als eben den Friedensschluss;
und dass sie grad aus deinem Munde
mir kommt, freut doppelt mich. Wie eben ich erblickt',
nahn, auch als Boten abgeschickt
zu gleichem Zwecke, dort zwei Hunde,
Windspiele sind's – wart nur, sie sind gleich hier am Ort,
ich komm' herunter, und wir küssen uns sofort."
"So?" sprach der Fuchs. "Noch weiten Weg zu machen
hab' ich. Auf Wiedersehn! Und, hast du nicht gesehn,
reißt aus der Strolch – er möchte' vergehn
vor Wut, dass seine List misslungen
mit unserem Hahn, dem schlauen Jungen.
Der aber lacht mit schallendem Vergnügen:
Denn doppelt macht es Spaß, Betrüger zu betrügen.
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ancre





W. Aractingy 81 x 100 cm, Février 1989

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