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Der Rat der Ratten Livre II - Fable 2


Ein Kater namens Nagespeck
wütet' so grimmig unterm Volk der Ratten,
dass kaum mehr eine kam aus dem Versteck.
Gar viele sandte er hinab ins Reich der Schatten.
Der kleine Rest wagt sich, von Angst und Schrecken matt,
nicht aus dem Loch und isst sich kaum zur Hälfte satt.
Als einstmals nun der Held auf fernem Dache war,
galanten Liebesdienst zu frönen,
da, während er sich stolz ergötzt mit seiner Schönen,
versammelt heimlich sich zum Rat der Ratten Schar,
was in der Not man wohl beginne!

Der Obmann rät sogleich mit klugem Sinne:
Das beste wäre, wenn es möglichst bald gelänge,
dass um des Katers Hals man eine Glocke hänge,
so dass, will auf die Jagd er ziehen,
man schon von fern ihn hört und Zeit hat zu entfliehen.
Dass dies das einz'ge Mittel sei,
pflichtete jedermann dem Obmann bei,
denn keiner wusste einen besseren Rettungsweg zu sagen.
Allein wie bindet man dem Nagespeck die Schelle um?
"Ich etwa", spricht der eine, "ich bin nicht so dumm!"
Ein andrer: "Ich kann's nicht!" Ohne die Tat zu wagen,
trennte man sich. Versammlungen gar viel
sah ich, wie diese, ohne Zweck und Ziel,
nicht nur von Ratten, nein, von weisen Magistraten,
selbst von geschulten Diplomaten.

Handelt sich's um weisen Rat –
an Ratsherrn wird es nie gebrechen.
Doch gilt's entschlossne, frische Tat –
ja, Freund, dann ist kein Mensch zu sprechen!

ancre





W. Aractingy 81 x 56 cm, Mars 1994

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